E3DC Maestro · Handbuch

Regellogik

Erste zutreffende Regel gewinnt — der Rest wartet.

So entscheidet Maestro

Maestro geht die Regeln von oben nach unten durch und nimmt die erste, deren Bedingung zutrifft. Die übrigen Regeln kommen in diesem Takt nicht dran. Ist die Regelung aus, passiert nichts anderes. Die erzwungene Entladung kommt direkt danach, noch vor Notladung und Einspeisegrenze.

Die Bänder gruppieren die Stufen nur zur Übersicht. Geprüft wird weiterhin jede Stufe einzeln, in der angezeigten Reihenfolge.

Sicherheit
1

Hauptschalter aus

Der Hauptschalter ist aus. Maestro setzt keine Lade- oder Entladegrenze und gibt die Steuerung an das Gerät zurück.

2

Entladung erzwungen

Entladung erzwungen ist an. Der Akku entlädt mit der eingestellten Leistung bis zum höheren Wert aus Ladeschwelle und Reserve. Liegt der Stand schon darunter, pausiert die Entladung. Diese Regel steht über Notladung, Tarif und PV.

3

Notladung / Ladeschwelle

Der Ladestand liegt unter der Ladeschwelle. Maestro lädt mit der maximalen Ladeleistung, bevor Einspeisegrenze, Reserve oder Tarif geprüft werden.

4

Einspeisegrenze

Die Einspeisung liegt über der eingestellten Grenze. Maestro lädt den Überschuss in den Akku. Die Phase bleibt kurz aktiv, auch wenn die Einspeisung danach knapp unter die Grenze fällt, damit sie nicht bei jedem Takt springt. Ist der Akku praktisch voll, setzt Maestro keine zusätzliche Ladeanforderung.

5

Notstromreserve

Der Ladestand liegt unter der Notstromreserve, fest oder saisonal. Maestro sperrt die Entladung und lädt bis zur Reserve nach. Eine bewusst eingeschaltete Netzladung im günstigen Fenster darf diese Stufe überspringen, damit der Akku über die Reserve hinaus kommen kann.

Tarif & Verbraucher
6

EVCC Sofortladen

EVCC lädt das Auto im Sofort-Modus. Maestro sperrt die Akku-Entladung, damit das Auto den Hausakku nicht leert. Die Ladung aus PV bleibt möglich.

7

Preisplan steuert

Der Preisplan steuert den Akku und die Kurve ist frisch. In einer günstigen Stunde lädt Maestro bis zum Planziel und nicht über den harten Deckel. In einer teuren Stunde hält er die Entladung an, damit die Energie später mehr wert ist. Der Abregelschutz schaltet den Plan für diesen Takt aus. Im Schattenmodus rechnet der Plan nur und diese Stufe greift nicht.

8

Hochtarif-Schutz

Im teuren Fenster (Entladeschutz) deckt der Akku das Haus, bis er die HT-Reserve erreicht. Erst dann sperrt Maestro die Entladung, damit für den Rest des Fensters ein Sockel bleibt. Die Reserve kommt aus dem Slot, aus dem Verbrauch oder aus der Jahreszeit. Läuft die prognosebasierte Netzladung, gilt statt dessen der Planungsboden (Ladeschwelle/Notstrom) – sonst würde derselbe Sockel hinter die teure Phase geschoben.

9

Entladung halten

Ein günstiges Tarif-Fenster ist aktiv, Entladung halten ist an, und der Preisplan steuert den Akku nicht. Maestro entlädt in diesem Fenster nicht, damit der günstige Strom im Akku bleibt.

Sperren
10

Morgen-Vorentladung

Vor dem PV-Ladestart senkt Maestro den Akku ab, damit der mittägliche Überschuss hineinpasst. Modus, Startstand und Leistung stellst du bei den Verbrauchern ein.

11

Morning-Cap

Bis zur eingestellten Stunde lädt Maestro nicht über die Morning-Cap. So bleibt vormittags Platz für die PV. An einem schwachen PV-Tag und wenn die Restprognose den Akku nicht füllt, weicht diese Stufe. Eine anstehende Netzladung im günstigen Fenster ebenfalls.

12

Astro-Wartezeit

Vor Sonnenaufgang plus Versatz startet Maestro die PV-Ladung nicht. Die Entladung für das Haus bleibt frei. Im Winter gilt zusätzlich die früheste Stunde. Eine anstehende Netzladung im günstigen Fenster überspringt diese Sperre.

13

Harter SoC-Deckel

Der harte Ladestand-Deckel ist erreicht. Maestro blockiert weiteres Laden, die Entladung bleibt frei. Der Abregelschutz ist ausgenommen, damit sonst abgeregelte PV noch in den Akku kann.

PV-Laden
14

Schnelllade-Boden

Unter dem Schnelllade-Boden nimmt der Akku den vollen PV-Überschuss auf, ohne Korridor-Drossel. Eine anstehende Netzladung im günstigen Fenster und der Abregelschutz haben Vorrang.

15

Schwacher PV-Tag

Der Tag ist als schwach markiert oder die konservative Restprognose reicht nicht bis zum Ziel. Solange PV anliegt und der Ladeende-Stand nicht erreicht ist, nimmt der Akku den Überschuss auf. Die Ladeverteilung und die Morning-Cap weichen. Eine eingeschaltete Netzladung im günstigen Fenster hat Vorrang, sie ist genau für solche Tage gedacht.

16

Netzladung im Fenster

Im günstigen Tarif-Fenster lädt Maestro aktiv aus dem Netz, bis zum Ziel dieses Fensters. Das Ziel ist fest oder kommt aus der Prognose. Der Abregelschutz hat Vorrang.

17

Ladekorridor

Im Ladekorridor folgt der Akku dem Tagesziel. Reicht die Restprognose schon für das Ziel, verzögert Maestro die Ladung und lässt die Entladung für das Haus frei. Ein unterer Korridor kann die Ladung pausieren, wenn wenig Überschuss da ist. Bei aktiver Ladeverteilung gilt deren Rate.

18

Ladeverteilung

Die Ladeverteilung zieht die PV-Ladung über den Tag, statt den Akku am Vormittag vollzumachen. Sie ist aus, solange der Akku Vorrang hat, also an einem schwachen Tag oder bei zu knapper Restprognose. Ist das Verteilungsziel erreicht, blockiert Maestro weiteres Laden, der Überschuss geht ins Netz.

Rest
19

Abregelschutz

Der Abregelschutz ist aktiv, weil die PV sonst am Einspeiselimit verloren ginge. Maestro setzt eine Mindest-Ladeleistung, damit der Überschuss in den Akku geht. Diese Stufe steht bewusst hinter den übrigen PV-Regeln und gewinnt dort, wo andere Stufen ihretwegen ausweichen. Ist der Akku voll, bleibt die Anforderung aus.

20

Idle

Keine vorherige Regel trifft zu. Maestro setzt keine eigene Grenze. Der Wechselrichter arbeitet in seinem normalen Eigenverbrauch.

Phasenübersicht (README)